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Mitarbeiterbeteiligungen international

Die steuerliche Zuteilung von Mitarbeiteroptionen ist bei betrieblich bedingter Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf den Arbeitstag, der auf das Ende des Arbeitsverhältnisses folgt, anzusetzen. Hat die steuerpflichtige Person ebenfalls auf diesen Zeitpunkt die Schweiz verlassen, so erfolgt eine anteilsmässige Besteuerung gemäss Bundesgericht. (25.10.26)

Sitz Holdinggesellschaft

Massgebend ist zusammenfassend die Führung der laufenden Geschäfte im Rahmen des Gesellschaftszwecks. Findet sie an mehreren Orten statt, ist der Schwerpunkt der Geschäftsführung entscheidend. Die relevanten Handlungen bestimmen sich nach dem Gesellschaftszweck wenn dieser zur Hauptsache vermögensverwaltende oder administrative Verrichtungen umfasst, ist der Ort von deren Ausübung massgeblich. (17.10.26)

Kto. Krt. simuliert

Das Bundesgericht bestätigt, dass ein von der AG an ihren Alleinaktionär gewährte KK-Darlehen insgesamt einem Drittvergleich nicht standhält und als simuliert gilt, womit eine geldwerte Leistung vorliegt. Wegen Verstössen gegen Kriterien wie das Fehlen eines formgültigen Vertrages, unklare Bonität, unwirksame Sicherheiten, ein erhebliches Klumpenrisiko - das Darlehen belief sich auf über 80% der Aktiven beziehungsweise auf über 100% des Eigenkapitals - sowie eine bloss buchmässige Erhöhung wird das Darlehen steuerlich nicht als "at arm's length" anerkannt. (05.09.26)

Teilung Vorsorgeguthaben

Eine lange Trennungsdauer für sich allein stellt noch keinen wichtigen Grund dar, um vom Grundsatz der hälftigen Teilung der beruflichen Vorsorgeguthaben abzuweichen. Ebenso wenig genügt der Umstand, dass die Vorsorgeguthaben hauptsächlich nach der Trennung erworben wurden. Die Ehefrau wusste bei der Eheschliessung um die geringen Verdienstmöglichkeiten des Ehemannes. Sie ist 5 Jahre jünger als der Ehemann, erzielte höhere Einkommen und verfügte bereits über zahlreiche Jahre, um ihre zweite Säule aufzubauen. Gemäss Bundesgericht ist die hälftige Teilung der ehelich angesparten Vorsorgeguthaben also korrekt. (01.08.26)

AHV-Beitragspflicht von Dividenden

Eine aktionärsgeführte Rechtsanwalts-AG hat umsatzabhängige, asymetrische Dividenden ausgerichtet. Die fraglichen Zuwendungen im Umfang der Asymetrie, entsprechend deren Wesen und Funktion als Abgeltung von erfolgreicher (d.h. umsatzwirksamer) individueller Arbeitsleistung, von vornherein als Einkommen aus Erwerbstätigkeit resp. als Lohn zu qualifizieren ist gemäss Bundesgericht nicht rechtswidrig. (11.10.26)

Steuerrechtlicher Wohnsitz

Massgebend ist der objektiv erkennbare Lebensmittelpunkt abgeleitet aus der Gesamtheit äusserer Umstände. Ausschlaggebend gemäss Bundesgericht waren im zu beurteilenden Fall: fortbestehende Verfügbarkeit und Ausstattung des Hauses im Kanton Zürich, der dort höhere versicherte Hausrat, das dominante Einkaufs- und Bargeldbezugsmuster, der weiterhin geführte Festnetzanschluss sowie die unzureichende Mitwirkung der Steuerpflichtigen, namentlich fehlende Kreditkarten- und Kalendernachweise , Investitionen und berufliche Bindungen im Kanton Zug. (23.08.26)

Unentgeltlicher Erbverzicht

Der Sohn verzichtete in einem Erbverzichtsvertrag zu Gunsten seiner Kinder auf einen Erbanspruch am Nachlass seiner Mutter. Die Mutter räumte ihrem Sohn ein lebenslanges, unentgeltliches Wohnrecht an einer Liegenschaft ein. Die Liegenschaft ging nach dem Tode der Mutter auf die Enkel über. Ein Gläubiger war im Besitze mehrerer Verlustscheine gegen den Sohn und wollte die wohnrechtsbelastete Liegenschaft verwerten lassen. Ein unentgeltlicher Erbverzicht mangels Beeinträchtigung der Exekutionsrechte der Gläubiger stellt keine anfechtbare Handlung dar, da der Schuldner lediglich auf eine unpfändbare Anwartschaft verzichtet gemäss Bundesgericht. (26.07.26)

Steuerpflicht Firma

Kann nicht mit dem erforderlichen Beweismass festgestellt werden, dass an einem bestimmten Ort hauptsächlich die wesentlichen Unternehmensentscheide getroffen und die Geschäfte geführt worden sind, scheidet eine unbeschränkte Steuerpflicht ausserhalb des Sitzkantons aus gemäss Bundesgericht. (27.09.26)

Abzug Kinderbetreuung

Gemäss Bundesgericht können Kosten für Ferienlager als abzugsfähige Drittbetreuungskosten gelten, sofern sie primär der Kinderbetreuung dienen. Entscheidend ist ein direkter Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit sowie ein tatsächlicher Betreuungsbedarf (z.B. mittwochs oder in Ferien). Betreuung umfasst auch Aktivitäten; eine Beschränkung auf reine Aufsicht ist unzulässig. Wichtig bleibt, dass der Betreuungszweck im Vordergrund steht. (08.08.26)

Steuerdomizilentscheid

Ist der Vorentscheid über den steuerrechtlichen Wohnsitz nach kantonalem Recht in Rechtskraft erwachsen, kann darauf im nachfolgenden Veranlagungsverfahren nicht mehr zurückgekommen werden. Mit der staatsrechtlichen Beschwerde im weiteren Veranlagungsverfahren können nur neue, noch nicht beurteilte Fragen des Doppelbesteuerungsrechts überprüft werden gemäss Bundesgericht. (19.07.26)
  1. Interkantonale Doppelbesteuerung
  2. Entgeltsminderung MWSt
  3. Steuernachfolge Mehrwertsteuer
  4. Steuerdomizil jur. Personen
  5. Unternutzungsabzug
  6. Geldwerte Leistung
  7. Anwendung vereinfachtes Verfahren
  8. Erbengemeinschaft Vertretung
  9. Kontakt Steuerpflichtiger
  10. Beteiligung Geschäftsvermögen

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